KI-Texten gehört für Marketing-Teams inzwischen zum Tagesgeschäft. ChatGPT ist meistens schneller offen als das E-Mail-Programm. Jeder im Marketing kennt das: Prompt rein, Text raus – und dann liest man das Ding und denkt sich, joah, ganz nett, aber irgendwie fehlt da noch was.
Mal klingt es ein bisschen zu glatt, mal fehlt die eigene Handschrift, manchmal ist’s einfach nicht ganz auf den Punkt. Und trotzdem wird das oft einfach so genommen, weil keine Zeit ist, groß drüberzugehen.
Wenn man mit KI arbeitet, sollte man eben zum einen Zeit in Fortbildung investieren – vernünftiges Prompting fällt nicht vom Himmel. Zum anderen muss man aber auch wenn`s schon besser fluppt, genügend Bearbeitungszeit miteinplanen. Ich las irgendwo den Begriff Sandwich-Modell dazu – und fand ihn gut. Kein fancy Marketing-Tool, sondern eine simple, praktikable Aufteilung für das Arbeiten mit KI fürs Marketing.
..Die Sandwich-Theorie (20-60-20)
Der Trick dabei ist eigentlich uralt und kommt aus dem Handwerk: Gute Ergebnisse entstehen selten in einem Rutsch, sondern in klaren, aufgeteilten Schritten.
Bei KI-Texten heißt das:
- 20 % Vorarbeit: Briefing, Ziel, Länge, Textsorte, Marken-Tonalität, Plattform – alles muss vorher feststehen. Das ist die Basis.
- 60 % KI-Output: Jetzt wird die Maschine gefüttert. ChatGPT (bei uns meistens 5.2, für Kreativeres auch mal 4.1) übernimmt die Fleißarbeit, manchmal auch Perplexity für Faktenchecks gegen Halluzinationen. Für Bilder lassen wir, wenn nötig, Midjourney ran.
- 20 % Nacharbeit: Doppel-Check, menschliches Gegenlesen, Redaktionsschleife – hier holen wir den Text ins Ziel. Keine KI läuft von allein perfekt durch. Am Ende geht nochmal jemand drüber, der erkennt, was für Menschen funktioniert und was nicht. Sprich: KI-Text umschreiben.
Je länger der Text am Ende werden soll, desto mehr lohnt sich diese Aufteilung. Gerade bei umfangreichen Texten oder vielen Zielmedien sparst du am meisten Zeit, wenn die KI sauber gepromptet wird und du trotzdem noch genug Handarbeit einplanst. Wer die Sandwich-Theorie ignoriert, läuft Gefahr, mittelmäßigen KI-Output als „fertig“ abzunicken.
„KI ist kein Zauberstab, sondern ein Werkzeug. Und Werkzeuge brauchen Handarbeit, damit am Ende kein Sandwich-Belag auf dem Tisch liegt, sondern ein fertiges, essbares Sandwich.“
Ein Beispiel aus dem Unternehmens-Alltag
Stell dir vor, ihr braucht eine Pressemitteilung und daraus noch Social-Posts und einen Text für die Website. Am Anfang wird sauber gebrieft:
- Was genau soll kommuniziert werden?
- Wie klingt eure Marke?
- Wo erscheint das Ganze?
- Gibt’s Längenvorgaben?
Dann füttern wir die KI – oft auch mit Vertriebs-Rohmaterial, mit Links, mit echten Zahlen. Die Maschine erledigt das Grobe.
Danach kommt Nacharbeit: Zwei Leute lesen, streichen, fügen hinzu, checken Fakten, feilen an Überschriften, passen die Tonalität an. Das ist nicht glamourös, aber macht den Unterschied zwischen „Kann man machen“ und „Will man lesen“.
Erfahrung aus dem Copywriter-Alltag
Je länger der Text am Ende werden soll, desto mehr lohnt sich diese Aufteilung.
Gerade bei umfangreichen Texten oder vielen Zielmedien sparst du am meisten Zeit, wenn die KI sauber gepromptet wird und du trotzdem noch genug Handarbeit einplanst. Wer die Sandwich-Theorie ignoriert, läuft Gefahr, mittelmäßigen KI-Output als „fertig“ abzunicken.
=> Genießbare Sandwichs nur mit Human-in-the-Loop.
„20 Prozent sauber vorarbeiten, 60 Prozent die KI richtig arbeiten lassen, 20 Prozent Nacharbeit – dann klappt’s auch mit „Wow“ statt nur „Meh“.“
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Liebt „Landman“, „Loudermilk“ und „Two and a Half Men“ – sowie TikTok, Dead by Daylight, Musik und das Klavierspiel. Hat einen Master in Philosophie – und mehr als 10.000 Seiten under the belt.
Sein Plus: Kaufmanns-Addon sowie Vertriebserfahrung bei der ehemaligen PostCom – Tochter der Deutschen Post AG. Früher TechWriter für IT.