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KI-Texte sind meistens ordentlich, aber sie klingen selten wie deine Marke. Wer schon mal ChatGPT & Co. für einen Website-Text, Social-Post oder Newsletter bemüht hat, kennt das: Alles steht irgendwie richtig da – aber beim Gegenlesen denkst du dir, ehrlich gesagt, das könnten jetzt auch alle anderen so schreiben. Oder wie es im Team gerne heißt: „Okay, aber das sind nicht wir.“

Das ist kein Fehler von dir und auch kein Fehler der KI. Maschinen greifen auf Durchschnittssprache zurück, mixen Baukastensätze und wollen es allen recht machen. Echte Markenstimme entsteht aber durch Wiedererkennung, Eigenheiten und ein bisschen Mut zum Eigensinn. Die gute Nachricht: Man kann da richtig viel rausholen – wenn man es bewusst angeht.

Wie machst du aus einem KI-Rohtext einen, der wirklich nach deiner Marke klingt? Hier die Schritte, die wir bei Peppercorns immer wieder gehen (und übrigens auch als Produkt anbieten, falls du sowas brauchst):

Konkret, hands-on: das kannst du jetzt tun…

1. Markensprache gezielt nutzen und „füttern“

Wenn euer Unternehmen schon eine definierte Markensprache, einen Styleguide oder zumindest Beispieltexte hat – nutze das! Erstens hilft es dir selbst, ein Gefühl für typische Formulierungen, Satzlängen, Lieblingsbegriffe oder Tabus zu bekommen. Zweitens kannst du die KI damit trainieren: Lade einen typischen Text in ChatGPT, Claude oder Perplexity und sage: „Analysiere diesen Text und fasse die wichtigsten Stilmerkmale zusammen.“ Oder: „Schreibe im gleichen Stil einen neuen Absatz über Thema XY.“

Du kannst die KI auch bitten, dir daraus einen Prompt-Vorschlag zu machen: „Welchen Prompt müsste ich dir geben, damit du so klingst wie im obigen Beispiel?“ Das spart viel Zeit und bringt schnell bessere Rohfassungen. Fehlt eine echte Markensprache im Unternehmen? Dann lohnt es sich, einmal ein Grundprofil zu definieren oder ein paar gute Beispiele zu sammeln, mit denen du der KI auf die Sprünge hilfst.

2. Tonalität erst erkennen, dann steuern

Mach dir bewusst: Tonalität ist mehr als „locker“ oder „seriös“. Schau auf Satzrhythmus, Tempo, Witz, Haltung. Gibt’s Lieblingssätze oder typische Wendungen, die immer wieder auftauchen? All das kannst du der KI als kleine Liste mitgeben – oder nach dem ersten Wurf gezielt nachbessern lassen: „Schreib die Einleitung persönlicher.“, „Gib dem Text mehr Esprit.“, „Kürze die Sätze und mach’s direkter.“

3. Den Text laut lesen – und an den Störstellen schrauben

Klingt banal, hilft aber enorm. Lies den KI-Text einmal laut. Überall, wo du stolperst oder denkst: „So reden wir doch gar nicht!“, ist Baustelle. Änder das ruhig direkt oder markiere die Stellen und sag der KI nochmal konkret, was dich stört. Das geht übrigens auch absatzweise – du musst nicht alles auf einmal durchoptimieren.

4. Vorlagen und Tonproben aktiv nutzen

Du kannst die KI auch mit kleinen Textbausteinen aus eurer echten Kommunikation füttern – z.B. einen erfolgreichen Social-Post, ein typisches E-Mail-Intro oder einen Abschnitt von der Website. Sag einfach: „Bitte triff diesen Ton.“ Oder: „Schreib die folgende Produktbeschreibung, aber in diesem Stil.“ So bekommt auch ein KI-Text ein bisschen mehr Markenseele.

5. Floskeln, Buzzwords, Broschüren-Sprech rausfiltern

Klassiker: „Als innovatives Unternehmen…“, „Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen…“ – diese Zeilen tauchen immer wieder auf. Überlies sie nicht, sondern schmeiß sie raus oder form sie um, bis sie wirklich zu euch passen. Am besten: Schau, wie ihr wirklich im Alltag redet oder schreibt. Nicht jede Broschüren-Formulierung taugt für echten Marken-Content.

6. Team-Check einbauen (oder wenigstens Gegenlesen lassen)

Eine zweite Meinung hilft. Gerade bei Tonalität und Markensprache sehen vier Augen mehr als zwei. Lass im Zweifel eine Kollegin oder einen Kollegen drüberlesen, ob das wirklich nach euch klingt. Oder – auch ein bewährter Trick – lies dem Team ein, zwei Sätze vor und frag: „Wer erkennt sich darin wieder?“

7. Die Markenstimme auf verschiedene Formate adaptieren

Nur weil ein Social-Post flapsig ist, muss die Website nicht genauso klingen – aber das Grundgefühl sollte gleich bleiben. Überleg für jedes Format: Wie stark kann ich die Tonalität „aufschrauben“, damit sie zum Kanal passt, ohne künstlich zu wirken? Und schreib das am besten auch direkt so in die KI-Anweisung oder gib’s als Feedback zurück.

8. KI kann auch Feedback einholen

Du kannst die KI fragen: „Wo klingt der Text noch zu generisch?“ oder „Gibt’s Formulierungen, die nicht zur angegebenen Marke passen?“ Oft kommen dabei gute Hinweise – manchmal aber auch Quatsch, also immer kritisch prüfen.

„Die KI nimmt dir Arbeit ab, aber die Markenstimme holst du nur aus ihr raus, wenn du selbst mitdenkst. Selbst vorinstallierte KI-Systeme befriedigen nicht immer alle Bedürfnisse im Marketing-Team – auch wenn dort Vorgaben für den Marken-Sound hinterlegt sind. “

Klare Vorgaben, Beispieltexte, kurze Lauttests und ehrliches Team-Feedback bringen die besten Ergebnisse – und sparen Frust am Schluss. Es muss nicht alles beim ersten Mal sitzen: Marken-Texte sind Teamwork, auch (oder gerade) mit der KI.

Wenn du dabei mal festhängst oder Lust hast, das als Team besser aufzustellen: Wir bei Peppercorns sind inzwischen Markensprache-KI-Freaks aus Überzeugung. Frag einfach – wir schärfen auch aus lauwarmen KI-Texten echten Marken-Content.

Liebt „Landman“, „Loudermilk“ und „Two and a Half Men“ – sowie TikTok, Dead by Daylight, Musik und das Klavierspiel. Hat einen Master in Philosophie – und mehr als 10.000 Seiten under the belt.

Sein Plus: Kaufmanns-Addon sowie Vertriebserfahrung bei der ehemaligen PostCom – Tochter der Deutschen Post AG. Früher TechWriter für IT.

Stefan Müller

Content-Profi & Gründer Peppercorns GbR

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